Hach ja, ich und mein Blog. Seit meinem letzten Eintrag sind sage und schreibe 11 Monate vergangen. Schande. Keine Ahnung wo die hingekommen sind. Was jedoch geblieben ist, ist mein Garten. Und das neue Gartenjahr hat schon wieder vollauf begonnen. Es ist mein erstes Jahr mit Mischkultur. Ich habe mich zwar auch in den vergangenen Jahren schon damit auseinandergesetzt, welche Pflanzen-Nachbarschaften hilfreich sind und welche nicht, aber so richtig durchgesetzt hat sich das Konzept der Mischkultur erst jetzt.
Dazu habe ich meine Beete aufgehoben und arbeite neu mit Reihenkultur. Vor allem die erste Planung war ganz schön aufwändig und ich sah oft vor lauter Bäume den Wald nicht mehr. Doch seit der Grundriss steht bin ich echt vollauf zufrieden. Schon jetzt habe ich viel weniger Arbeit als in den vergangenen beiden Jahren, und das obwohl das Gartenjahr gerade erst angefangen hat. Die grösste Rolle hierbei spielt wohl die Gründüngung, die zusammen mit der Mischkultur Einzug in meinen Garten gehalten hat. Besonders bei der Trockenheit in den letzten 1-2 Monaten erwies sie sich als äusserst wertvoll. Sie schützt den Boden vor dem Vertrocknen und spendet den noch zarten Pflänzchen rundherum etwas Schatten. Und wenn die Reihe für etwas anderes gebraucht wird ist sie ratzfatz weg und der Boden ist super leicht zu bearbeiten. Und das bei unserem Lehmboden, den ich schon so oft verflucht habe!
Wie ihr auf dem Bild setze ich vor allem Spinat (vorne) und Phacelia (hinten) ein. Beides wächst wie wild und wenn der Spinat dann eh schon mal da ist kann man ihn auch noch herrlich verputzen. Doch auch die Erdbeeren (vorne links) und Puffbohnen (vorne rechts) wachsen schon eifrig, während Karotten, Radies, und viele andere sich noch ihren Weg aus der Erde bahnen. Das schönste aber: Bei mir kommt schon so richtig Garten-feeling auf, während andere Gärten noch fast vollständig brach liegen. Ja, ich liebe meine Mischkultur!

