Archiv für Chili

Löcher und Stacheln

Heute war ich nicht so lange im Garten denn es war Pfingsmarkt und so war ich etwas Bummeln in der Hitze. Nebst einem sehr spannenden Lavendelbrot habe ich - wie könnte es anders sein – zwei Pflänzchen nach Hause gebracht. 

Elefanten-Chili. Bild: Pro Specie Rara

Es handelt sich um zwei ganz spezielle Chilisorten, eine Elefanten-Chili mit bis zu 18cm langen Schoten und eine mit Sternförmigen Früchten. Ich bin gespannt! Vorläufig haben sie einen Platz im Gewächshaus bekommen weil die Chilis im Gemüsegarten irgendwie krank aussehen. Ich konnte noch nicht eruieren was genau das Problem ist aber ich möchte die neuen Pflänzchen dieser unbekannten Gefahr lieber nicht aussetzen.

Auf meinem Einkaufsbummel habe ich auch noch eine Tüte Kaktus-Samen erstanden sodass ich jetzt Kakteen züchte.

Gewächshaus by night mit Temperaturmessanlage (blaues Licht)

Wieder zu Hause habe ich die Chilis umgetopft und die Kakteen in Töpfe gesät. Meine Mutter hat derweil die Himbeeren die meinem Gewächshaus weichen mussten wieder eingegraben. Das ist in unserem Lehmboden ein richtiger Kampf. Noch schlimmer war allerdings ihr Versuch, dem Rhabarber ein schönes Plätzchen zu bescheren: immer wieder stiess sie in geringer Tiefe auf massiven Fels. Wir wussten zwar dass unser Garten nur geringfügig aufgefüllt wurde, aber dass es nur so wenig ist war uns irgendwie nicht bewusst. Nach zwei vergeblichen Versuchen liegt das dritte Loch nun noch offen. Wenn das Wasser darin morgen abgelaufen ist kommt der Rhabarber rein. Dann kann man nur hoffen dass sich das Regenwasser nicht zu sehr staut, denn das würde ihm bestimmt nicht gefallen.

Die Temperaturen im Gewächshaus (rot) und ausserhalb (blau)

Nun noch zu den Temperaturen: mein Vater hatte ja gestern abend eine Temperatur-mess-Anlage im Gewächshaus installiert um zu sehen wie kalt es nachts noch wird und inwiefern das Gewächshaus isoliert gegenüber der Aussentemperatur. Es hat sich gezeigt dass der Unterschied nachts nur rund ein Grad beträgt. Das Minimum lag drinnen bei 10.61°C, draussen bei 9.61°C. Ausserdem hat sich gezeigt dass es tagsüber mehr als nur warm ist: geschlagene 38 Grad zeigte das Thermometer. Bald gibts gekochte Gurken!

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Regen, Regen, Regen…

Seit Tagen, nein Wochen immer das gleiche Bild: Die Umgebung ist regengrau, der Himmel wolkenverhangen und das satte grün der frischen Blätter wirkt irgendwie fehl am Platz. Ein trostloser Frühling. Doch allmählich drängt es mich, die Pflanzen raus zu bringen.
Gerade die weniger empfindlichen Setzlinge wollte ich eigentlich Anfang Mai auspflanzen und langsam sprengen sie die Töpfe. Hinzu kommt der Blattlausbefall, der mich immer wieder in den Wahnsinn treibt. Deshalb mussten die Chilis jetzt einfach raus.

Die erste Nacht draussen war für die Chilis kalt und nass

Ich schätze die hatten sich den Frühling auch anders vorgestellt. Jedenfalls schauten sie heute morgen irgendwie trostlos aus, aber ich vertraue darauf dass sich die Sonne doch irgendwann wieder zeigt, und dass sie sich dann auch bald erholen. Das Gleiche gilt für den Koriander. Den habe ich gestern ins Kräuter-beet gesetzt welches jetzt gespickt ist von lauter Häufchen Elend. Aber schlimmer als es war kann es für ihn draussen kaum werden. Es war hier drinnen eindeutig zu warm und trocken für ihn und er wurde unaufhaltsam braun. Vielleicht habe ich aber auch einfach kein gutes Händchen für Koriander…

Die Zuckerschoten und die Erdbeeren gedeihen wunderbar

Gestern habe ich auch noch die restlichen Zuckerschoten ausgepflanzt und das Bohnengerüst aufgebaut. Heute habe ich dann noch Karotten und Radieschen gesät. Die erste Saat war ja von den Schnecken vertilgt worden. Dem sollen jetzt die Schneckenkörner vorbeugen, ich kann nur hoffen dass es hilft. Eigentlich dachte ich ich könnte auch am Wochenende noch säen. Ich habe aber in letzter Zeit immer wieder gelesen dass es wichtig ist, sich an die Mondphasen zu halten. Ich bin noch nicht davon überzeugt, dass der Mond wirklich einen entscheidenden Einfluss auf den Garten hat, da sind doch soooo viele Faktoren beteiligt. Andererseits ist die Wirkung des Mondes auf die Erde doch deutlich sichtbar und nicht wenige Menschen spüren diese auch. Also wieso sollte es den Pflanzen nicht genauso gehen? Jedenfalls besagten die Regeln in meinen Büchern, Radieschen und Karotten (und etliche andere Wurzelgemüse und auch adere Pflanzen) sollten bei abnehmendem Mond gesät werden. Und da heute Neumond ist wollte ich sie wenigstens heute noch säen um mir bei einer misslungenen Ernte nicht selbst vorzuwerfen ich hätte mir dies selbst zuzuschreiben weil ich mich nicht an das Buch gehalten habe. Und nachsäen kann ich ja immer noch. Wieweit ich mich noch öfter an die “Mondregeln” halten werde wird sich noch zeigen müssen.

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Bestandsaufnahme

In den letzten Tagen hat sich wieder einiges getan in meinem Gemüsegarten und ich habe gar keine Zeit gefunden hier darüber zu berichten. Nicht zuletzt, weil auch das Wetter endlich schön wurde und somit die abende draussen auch wieder etwas länger ;-)

Die vom Hund zerstörten Salatpflänzchen habe ich ersetzt und 6 neue gepflanzt. Dazu habe ich dann noch Randensetzlinge geholt, damit die Ernte etwas mehr gestaffelt wird. Eigentlich wollte ich noch Endivie kaufen als Ersatz für die ursprünglich geplante Krautstiele, die aber offensichtlich nicht mehr keimfähig ist. Die war aber leider ausverkauft also musste ich mich mit Samen zufrieden geben. Die sollen aber erst Mitte Juni ins Beet. Sonst habe ich nicht mehr viel gepflanzt. Ich hatte noch ein paar Karotten Pariser Markt die im Kasten zu viel waren, die habe ich umgepflanzt neben die Tomate. Angeblich kann man Karotten ja nicht verpflanzen aber probieren hat noch keinem geschadet.

Die Tomate hat übrigens auch den Platzregen, Sturm und gar Hagel gestern gut überstanden, ebenso wie sämtliche anderen Pflanzen. Eine grosse Erleichterung!

Heute Abend habe ich dann endlich auch noch die Zwiebeln gesetzt, es gab aber nur noch rote, alles andere war ausverkauft.

Damit ist mein Garten bis auf die bereits erwähnte Endivie und den Chili vollständig. Den Chili habe ich vorgestern in Töpfen angesät. Eigentlich etwas spät, aber wenn alles gut geht kann ich mit jemandem ein Pflänzchen “tauschen”: Ich ein frühes von ihm, er demnächst ein spätes von mir.

Ach ja, und der abgeschriebene Mais wurde doch wieder ins Programm aufgenommen. Eine der alten Samen aus der Keimprobe hat sich wider Erwarten doch noch geregt und durfte heute in die Erde. Erstmal in einen Topf, da habe ich besseren Überblick über ihre Entwicklung. Und wenn dann klar ist wie gut sie sich entwickelt kriegt sie einen Platz im Garten. Obwohl ich eine einzelne Maispflanze ja immer noch irgendwie witzlos finde…

Auch bei den anderen Samen regt sich einiges: Im Garten habe ich erste Anzeichen von Bohnen, Radieschen, Randen und Blumenkohl entdeckt. Bei den Randen sind es eindeutig nur die Samen aus der neuen Tüte die keimen, die alten regen sich nicht. Und bei den Karotten ist noch nicht so recht erkennbar was Karottte und was Unkraut ist, deshalb warte ich die nächsten Tage einfach mal ab. Ähnlich verhält es sich mit dem Eisbergsalat, wo ich auch erstmal die Finger davon lasse. Schliesslich will ich ja nicht meine selbst gezüchteten Keimlinge ausrupfen…

Jetzt heisst es wieder: Geduld, Geduld, Geduld. Und zwischendurch immer wieder brav Schnecken sammeln, bevor auch die letzten Reste Basilikum gerodet sind.

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