Archiv für Kräuter

Regen, Regen, Regen…

Seit Tagen, nein Wochen immer das gleiche Bild: Die Umgebung ist regengrau, der Himmel wolkenverhangen und das satte grün der frischen Blätter wirkt irgendwie fehl am Platz. Ein trostloser Frühling. Doch allmählich drängt es mich, die Pflanzen raus zu bringen.
Gerade die weniger empfindlichen Setzlinge wollte ich eigentlich Anfang Mai auspflanzen und langsam sprengen sie die Töpfe. Hinzu kommt der Blattlausbefall, der mich immer wieder in den Wahnsinn treibt. Deshalb mussten die Chilis jetzt einfach raus.

Die erste Nacht draussen war für die Chilis kalt und nass

Ich schätze die hatten sich den Frühling auch anders vorgestellt. Jedenfalls schauten sie heute morgen irgendwie trostlos aus, aber ich vertraue darauf dass sich die Sonne doch irgendwann wieder zeigt, und dass sie sich dann auch bald erholen. Das Gleiche gilt für den Koriander. Den habe ich gestern ins Kräuter-beet gesetzt welches jetzt gespickt ist von lauter Häufchen Elend. Aber schlimmer als es war kann es für ihn draussen kaum werden. Es war hier drinnen eindeutig zu warm und trocken für ihn und er wurde unaufhaltsam braun. Vielleicht habe ich aber auch einfach kein gutes Händchen für Koriander…

Die Zuckerschoten und die Erdbeeren gedeihen wunderbar

Gestern habe ich auch noch die restlichen Zuckerschoten ausgepflanzt und das Bohnengerüst aufgebaut. Heute habe ich dann noch Karotten und Radieschen gesät. Die erste Saat war ja von den Schnecken vertilgt worden. Dem sollen jetzt die Schneckenkörner vorbeugen, ich kann nur hoffen dass es hilft. Eigentlich dachte ich ich könnte auch am Wochenende noch säen. Ich habe aber in letzter Zeit immer wieder gelesen dass es wichtig ist, sich an die Mondphasen zu halten. Ich bin noch nicht davon überzeugt, dass der Mond wirklich einen entscheidenden Einfluss auf den Garten hat, da sind doch soooo viele Faktoren beteiligt. Andererseits ist die Wirkung des Mondes auf die Erde doch deutlich sichtbar und nicht wenige Menschen spüren diese auch. Also wieso sollte es den Pflanzen nicht genauso gehen? Jedenfalls besagten die Regeln in meinen Büchern, Radieschen und Karotten (und etliche andere Wurzelgemüse und auch adere Pflanzen) sollten bei abnehmendem Mond gesät werden. Und da heute Neumond ist wollte ich sie wenigstens heute noch säen um mir bei einer misslungenen Ernte nicht selbst vorzuwerfen ich hätte mir dies selbst zuzuschreiben weil ich mich nicht an das Buch gehalten habe. Und nachsäen kann ich ja immer noch. Wieweit ich mich noch öfter an die “Mondregeln” halten werde wird sich noch zeigen müssen.

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Zitronengras

Drei Zitronengraspflanzen verschiedener Grösse

Mein Bruder hat zur Zeit ein faible für asiatische Gerichte und kocht sehr viel im Wok. Um ihm eine Freude zu machen habe ich dieses Jahr verschiedene asiatische Kräuter angepflanzt. So habe ich Koriander, Thai-Basilikum und Zitronengras. Die Frühlingszwiebeln sind leider nichts geworden, dafür soll es eine groooosse Menge Zuckerschoten geben, die ersten Pflänzchen blühen schon.

Neue Pflanzen bedeuten aber auch immer einen gewissen Recherche-aufwand, schliesslich wollen alle richtig gepflegt werden. Zum Zitronengras habe ich nun eine sehr informative Seite gefunden. Ich hatte eigentlich vor, das Zitronengras in den Garten zu pflanzen denn Topfpflanzen überleben bei mir nie lange. Und mit dem Überwintern habe ich im vergangenen Winter eher schlechte Erfahrungen gemacht – meine Chili wurden ständig von Läusen bevölkert. Aber auch wenn die Pflanze bei mir vielleicht nur einen Sommer lang gedeihen kann bin ich doch schon gespannt wie sie sich entwickelt!

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Abschied und Umtopfen

Heute habe ich die “Gemeinschaftstöpfe” ausgeräumt. Die Pflanzen standen einfach zu dicht aufeinander um sich zu entwickeln. Einen Teil habe ich in die leergewordenen Töpfe von den Zuchetti und Salatsetzlingen gepflanzt. ca 15 Stück sind direkt in den Garten gewandert. Ausserdem musste ich von 4 Pflänzchen Abschied nehmen, diese habe ich Vera zum Geburtstag geschenkt.

Leider war ich beim Umtopfen etwas unvorsichtig. Ich hatte die Pflanzen schon einen Tag lang nicht mehr gegossen und habe sie dann ca 1 std vor dem Umtopfen raus in die Sonne gestellt. Das war ansich zwar noch ok, aber ich hätte sie vor dem Umtopfen ordentlich giessen sollen. Nachm Umtopfen wars schon zu spät und einige lagen mit dem Kopf am Boden. Zum Glück haben sie sich dann wieder erholt, ein verwelktes Geburtstagsgeschenk wäre nicht so der Hit gewesen.

Von denjenigen im Garten hat unser Hund dann später eines zertrampelt als sie meinen Salat auseinandergenommen hat. Dem Rest geht es aber gut. Einige der Pflänzchen in den Einzeltöpfen haben richtig riesige Blätter und entwickeln auch schon das dritte “richtige” Blätterpaar. Ich bin schon gespannt auf die erste Kostprobe!

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Entwicklungsunterschiede

Mal ein Statusbericht zu meinen Basilikumpflanzen: Allmählich lassen sich enorme Unterschiede in den Pflänzchen feststellen. Am Besten entwickeln sich diejenigen, die von Anfang an in den 3- bzw. 5-cm-Töpfen standen. Diese entwickeln bereits das dritte Blätterpaar und sind teilweise auch schon richtig gross!

Ganz anders sieht es in den Gemeinschaftstöpfen aus. Diese stehen offensichtlich zu nah aufeinander. Ein paar wenige Pflänzchen entwickeln sich langsam aber normal, während viele etwas verkrüppelt aussehen, weil sich die Blätter nicht richtig entfalten. Einige gehen auch schlichtweg unter im Gedränge.

Insgesamt geht es aber allen hervorragend. Ich kümmere mich aber ja auch richtig gut um die Kleinen, setze sie bei jedem Sonnenstrahl in den Garten und bringe sie dann bei Regen oder Kälte in Windeseile wieder rein. Und das ist beim momentanen Wetter wirklich kein leichter Job.

Seit ein paar Tagen habe ich jetzt auch ein paar Pflänzchen dauerhaft draussen im Glaskästchen. Dort habe ich sie mit ein paar Karrotten-Keimlingen zusammengesetzt, welche im ursprünglichen Becken keinen Platz mehr fanden und welche ich nicht wegwerfen mochte. Wenn sie eingehen kann ich das ja immer noch tun. Aber Versuch macht bekanntlich schlau und zu verlieren habe ich ja nichts.

Ach so, das grüne Becken. Das ist ein Rätsel. Hier stehen die Basilikum-Pflänzchen in einem recht grossen Abstand voneinander und wurde nicht anders oder schlechter behandelt als die anderen. Trotzdem mögen sich die Pflänzchen überhaupt nicht entwickeln. An Wasserstau kann es eigentlich nicht liegen, da das Wasser hier im Gegensatz zum rosa Körbchen durchaus abfliessen kann, und zu trocken ist es auch nicht. Meine einzige Idee ist, dass sie vielleicht zu wenig Licht bekommen, weil sie relativ tief im Topf stehen. Aber wirklich überzeugend finde ich die Erklärung nicht.

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Petersilie

Zu meiner Basilikum-Zucht in der Küche hat sich ein neuer Topf gesellt. Darin darf sich Petersilie ausbreiten. Wird aber abwarten ob das auch klappt, denn die Samen stammen aus einer alten Tüte die wohl schon seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten in unserer Garage vor sich hin vegetiert. War mal ein Werbegeschenk von StMôret. Kann mich nicht erinnern, das je gegessen zu haben, aber die Petersilie dürfte gleich schmecken ;-)

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